ღ Mein Birkensommer ღ

Inhalt

Am Zeugnistag ist Emmy im Glück: Sie hat in Englisch die volle Punktzahl erreicht! Das war die Bedingung für eine Reise nach New York mit ihrem Vater. Neben den coolen Programmpunkten wie Freiheitsstatue, Central Park und Empire State Building freut sich Emmy besonders auf die gemeinsame Zeit allein mit ihrem Vater. Der wohnt seit einigen Monaten nicht mehr bei Emmy und ihrer Mutter, sondern bei seiner schwangeren Freundin … Emmy ist schon am Kofferpacken, als ihr Vater die New-York-Reise absagt, weil es bei seiner Freundin Komplikationen gibt. Emmy fühlt sich verraten! Der von ihrer Mutter eiligst organisierte „Ersatz-Urlaub“ nach Finnland droht zur Katastrophe zu werden …

Vielen Dank an Usch Luhn, den cbj-Verlag und das Bloggerportal für das Rezensionsexemplar. Ich freue mich sehr, dass ich die Geschichte lesen durfte. Meine Meinung ist hier durch natürlich nicht beeinflusst.

Cover

Das Cover finde ich herrlich kindlich. Ich mag die Verarbeitung der Birken auf dem Cover. Das passt so wunderbar zu der finnischen Insel, auf der Emmy und ihre Mutter sind und bringt direkt ein finnisches Flair rüber. Das Cover ist auch so schön hell. Mich spricht es jetzt in meinem Alter nicht mehr so sehr an, da es sich schon eher an Kinder richtet, aber es zeigt super den Inhalt. Lediglich das Hochglanz-Cover finde ich nicht mehr ganz zeitgemäß und gefällt mir nicht so… Aber dafür ist es unempfindlicher und für Kinder dafür natürlich super geeignet.

Meine Meinung

Das Buch ist nicht nur für Kinder wunderbar – auch mir hat es super gut gefallen. Der Schreibstil ist wunderbar klar und ehrlich, aber dabei sind die Worte so liebevoll gewählt.
Emmys Ärger wegen der geplatzten New York Reise ist absolut nachvollziehbar, doch ihre Reaktion darauf ist mehr als drastisch. Und ich weiß nicht, ob andere Mütter als „Belohnung“ für so eine Überreaktion wirklich einen Urlaub in Finnland verbracht hätten. Dennoch war die Idee wunderbar. Sie hat Emmy gezeigt, wie schön die „wilde Natur“ doch sein kann und dass man nicht alles von Beginn an ablehnen sollte, sondern jedem Ort eine Chance geben sollte.

Aino und Timi sind tolle finnische Figuren gewesen. Beide waren sehr bodenständig und haben die Natur in Finnland von Geburt an kennengelernt. Dadurch waren sie mir sehr sympathisch, da sie noch viel näher an der Natur und den früheren Lebensvorgängen gelebt haben, als heutige Kinder in Deutschland, die sich eher mit Smartphones beschäftigen und sich gar nicht in der Wildnis zurecht finden würden… Daher können die Kinder da auch noch ein paar Sachen lernen, die sie sicher nicht aus ihrer „eigenen Welt“ kennen. Auch die Charakterzüge der Mutter öffnen die Augen, wie blind die Sucht nach Vernetzung und digitalen Geräten machen kann und ist als Negativbeispiel ebenfalls ein Vorbild, wie man es nicht machen sollte. Das fand ich als „Quint-Essenz“ sehr wichtig – in einer Welt, die immer weiter digitalisiert wird.
Auch die Einstreuung einiger finnischer Worte fand ich spannend und eine großartige Idee.

Generell war die Darstellung der Natur wunderschön. Vor allem die Szene im Nebel fand ich sehr eindrücklich beschrieben. Insgesamt hätte ich mir noch mehr Details bei der Beschreibung der Umgebung und der Tätigkeiten im Urlaub gewünscht. Die Hütte klang so wunderbar gemütlich und alles war so nah an der Natur, wie man es sich kaum vorstellen kann. Dass Emmy sich daran so schnell gewöhnt hat, fand ich beeindruckend. Ihre trotzige Art – zugegeben: das hat mich genervt – hat das ja zu Beginn nicht erwarten lassen.

Insgesamt hat mir das Buch sehr gut gefallen, da die Natur einfach ein Traum war und ich habe die Figuren alle geliebt. Ich hätte mir noch mehr Details und insgesamt eine längere Geschichte gewünscht.

Daher von mir 4 Sterne

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