ღ Cold day in the sun ღ

Inhalt

Holland Delviss hat es satt, dass man sie immer nur als das Mädchen im Eishockeyteam der Jungs wahrnimmt. Doch als ein TV-Sender Teams für eine nationale Live-Übertragung sucht, wird ihre Mannschaft genau deswegen ausgewählt. Nicht alle sind von Hollands neuer Berühmtheit begeistert. Doch es gibt einen, der Holland nach Kräften unterstützt. Jemand, von dem sie es am wenigsten erwartet hätte (und in den sie sich definitiv nicht verlieben sollte): ihr rechthaberischer Teamkapitän Wes …

Vielen Dank an den Cbj Verlag und das Bloggerportal für das Rezensionsexemplar! Ich hab mich sehr gefreut. Meine Meinung ist davon natürlich nicht beeinflusst.

Cover

Das Cover hat mich auf den ersten Blick sehr angesprochen. Es wirkt direkt winterlich und passt daher zum Eis. Das Thema Eishockey ist also gut vertreten durch die Schneeflocken. Schade finde ich, dass das Mädchen so deutlich zu erkennen ist. Ich mag einfach Gesichter so deutlich auf Covern nicht, da ich mir diese lieber selbst vorstelle. Dennoch ist das Gesamtbild sehr süß.

Meine Meinung

Mir fiel der Einstieg ins Buch sehr schwer. Die ersten 200 Seiten waren gar nichts für mich und ich war schon kurz davor, das Buch abzubrechen, aber es wurde dann Gott sei Dank noch besser und ich bin froh, dass ich weitergelesen habe.

Anfangs wird sehr viel beschrieben, dass Holland das einzige Mädchen in der Eishockey-Mannschaft ist. Dieses Thema war leitend für das ganze Buch. Ich habe das anhand des Klappentextes natürlich erahnt, aber es hat mir hier nur teilweise gefallen.

Gut fand ich, dass es so genau thematisiert wurde, um auch mit Rollenklischees aufzuräumen und diesen Stereotypen entgegen zu wirken. Außerdem ist Holland ein super starker Charakter und eine tolle Frau. Sie ist mutig und gibt niemals auf! Das ist bemerkenswert. Der Mädchenanteil beim Eishockey ist ein wichtiges Thema und das Buch ist eine nette Art, dies zu verdeutlichen. Mir wurde das jedoch zu sehr aufgebauscht. Es ging wirklich sehr viel immer nur darum, dass Holland ja das einzige Mädchen ist und es so schwer hat. Natürlich meinen viele, sie hätte den Platz im Team nicht verdient oder lenkt die Jungs ab. Das ist verständlich. Aber ich hätte das auch nach dem ersten Mal verstanden… Es wurde jedoch so oft aufgerollt, dass es nervig wurde. Mein Eindruck war, dass das eigentliche Problem eher vom Buch gemacht wird. In einem gewissen Rahmen wäre es realistisch gewesen, doch das Augenmerk 200 Seiten nur darauf zu legen, ist für mich nicht die richtige Art damit umzugehen. Denn so wird dieses Vorurteil ja nur noch mehr geschürt.

Zum Glück ging das Buch danach toll weiter. Es passierte auch etwas neben diesem Fakt. Zum Beispiel kamen sich Wes und Holland näher… Das war super süß. Besonders gefallen hat mir die Szene mit dem Schneesturm. Das war so gemütlich. Von der Stimmung her hätte man da sicher noch mehr draus machen können, aber auch so hat es mir gefallen. Wes hat eine tolle Entwicklung hingelegt und wurde zu einem richtig schönen Charakter in diesem Buch. Er war ein richtiger Beschützer. Die beiden sind so süß zusammen. Ich liebe ihre Beziehung so sehr.

Es gab auch einen gewissen Spannungsfaktor, da diese Beziehung natürlich auch sehr kompliziert war. Wes als Teamkapitän und Holland als einziges Mädchen waren natürlich ein Dorn im Auge. Da wurde dann auch das Thema Cybermobbing aufgegriffen. Das war auch nochmal ein schöner Nebenstrang, der das Buch spannender gemacht hat. In der 2. Hälfte des Buchs wurden auch die Nebenfiguren wichtiger und die Geschichte hatte etwas mehr „Fahrt“.

Sehr cool war auch Hollands eigener Blog über Musik und Eishockey. Das waren erfrischende Parts in der Geschichte, die alles etwas abgerundet haben. Die Kommentare fand ich auch witzig. Die Beiträge haben dem ganzen Buch einen roten Faden verliehen. So kam man auch nochmal annähernd hinter Hollands Gefühle und hatte Inspiration, was man zum Lesen so für Musik hören könnte.

Insgesamt war die erste Hälfte also nicht so gut, da es eher langweilig war und das Thema „Ein Mädchen spielt Eishockey“ einfach überreizt wurde. Die zweite Hälfte konnte aber mit einer süßen, nicht zu eintönigen Liebesgeschichte und netten Nebencharakteren punkten.

Daher von mir 3,5 Sterne

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