ღ All die Farben dazwischen ღ

Inhalt

Coming home … Was bedeutet das eigentlich?

Für die Hochzeit ihrer Freundin kehrt Charlie nach mehr als einem Jahrzehnt in ihre Heimat Wales zurück. Eine Reise, die schmerzhafte Erinnerungen an Familienprobleme heraufbeschwört und sie an einen Ort zurückbringt, aus dem sie mit fünfzehn Jahren herausgerissen wurde. Ist sie bereit, sich dem zu stellen?
Die Begegnungen mit ihrem alten Schulfreund Nick und ihrer Jugendliebe Nathan wecken ungeahnte Gefühle und verwirren sie gleichermaßen. Darauf war sie nicht vorbereitet. Auch das Treffen mit ihrem Vater verläuft anders, als gedacht und stellt Vergangenes in Frage.
Charlie muss lernen, zwischen den Zeilen zu lesen und ihren Gefühlen zu folgen.

Vielen Dank an Stefanie Brunswick, die mir auch ihren zweiten Roman als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat. Das beeinflusst natürlich nicht meine Meinung

Cover

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Das Cover fand ich schon auf den ersten Blick so toll! Ich liebe die Farbkombi aus pink und orange. Es wirkt total lebendig. Der Rest ist schwarz weiß und das passt auch zu einem besonderen Zitat aus dem Buch. Die Schriftart ist verspielt und gefällt mir ebenfalls sehr. Es ist eine geniale Idee, die Natur in Form der Silhouette einzubauen. Das Cover ist ein echter Hingucker und wirklich einzigartig!

Meine Meinung

Das Buch hat mir insgesamt gut gefallen. Alles in allem würde ich sagen, dass mir Stefanies erstes Buch „Zitronengelb“ aber etwas besser gefallen hat. Dafür an dieser Stelle auch nochmal eine große Empfehlung!

Was mir bei diesem Buch jedoch besser gefallen hat, ist der Einstieg. Ich war von Anfang an besser drin und habe das Buch von Anfang bis Ende richtig mitgefühlt. Ich würde sagen, dass sich der Schreibstil sehr stark verbessert hat, was mich wirklich freut! Ich wollte immer weiterlesen und wissen, ob Nick und Charlie nun ihr Happy End bekommen. Immer wieder gab es einige Rückschläge und das hat es wirklich spannend gemacht. Manchmal war es etwas nervig, dass die beiden einfach nicht miteinander geredet haben und sich unnötig kindisch verhalten haben…

Abgesehen davon waren die beiden aber ein wunderbares Paar. In diesem Roman gab es so viele Figuren, die alle eine eigene Persönlichkeit hatten und einzigartig waren. Das hat mir gefallen, mich zu Beginn aber wirklich verwirrt, weil ich bei so vielen Namen ständig alles durcheinander gebracht habe. Besonders aufgefallen sind mir als Figuren Nick, Nathan, Ellen und Riley.

Nick. Was soll ich zu ihm sagen? Er ist einfach toll. Ich habe ihn so geliebt, ehrlich! Er wirkte fürsorglich und verantwortungsbewusst. Er war ehrlich, aber hat manchmal den Mund etwas zu spät aufgemacht, genau wie Charlie. Aber das kennen wir wohl alle. Ich mochte seine Ausstrahlung total. Er war auch immer so positiv. Von ihm stammt auch eine so schöne Einstellung bzw. Weisheit, die auch den Bezug zum Titel herstellt:

„Was hat dein Nick gesagt? Das Leben besteht nicht aus Schwarz oder Weiß?“

„Sondern aus all den Farben dazwischen“, beende ich den Satz.

Julia und Charlie in „All die Farben dazwischen“

Ihm entgegen stand im Buch Nathan, Charlies Exfreund. Er war so nervtötend. Stefanie hat es geschafft, dass man ihn als Leser nur hassen kann. So hat er die klassische Rolle eines Antagonisten übernommen, der es den Protagonisten etwas schwerer macht. Manchmal haben mich seine dämlichen Aussagen aufgeregt, aber irgendwie hat es die Geschichte auch aufgeheitert und war auch lustig. Aus Nicks Sicht sicher weniger als aus Charlies.

Ich mochte aber Riley wirklich so gerne. Er war ein zuckersüßer Junge. Seine Muschelsammlung war großartig und sein Fotoapparat schien anfangs so unscheinbar, aber hat dann ja doch noch eine große Rolle gespielt. Er ist so ein lebendiger Junge, den man nur ins Herz schließen kann.

Ellen hat mir auch gut gefallen. Die Entwicklung der Beziehung von Charlie zu ihr hat mir besonders gefallen. Ellen scheint total lieb und hilfsbereit zu sein und hat Charlie ständig aus der Patsche geholfen.

Die Hochzeit war ja der Anlass, dass Charlie überhaupt nach Wales kam. Diese war anfangs auch ein großes Thema, aber wurde in der Mitte etwas unbedeutender. Mir hat es aber gefallen, dass das Thema am Ende wieder aufgegriffen wurde, da die Handlung so einen Rahmen bekommen hat.

Das Ende hat mich sehr überrascht. Ich war sehr glücklich damit, hätte mir allerdings möglicherweise noch einen kleinen Epilog einige Jahre später gewünscht. Es hätte mich einfach interessiert, wie Charlie dann gelebt hätte. Aber das ist Meckern auf hohem Niveau. Insgesamt hat mir das Buch nämlich wirklich gut gefallen und außer dem ständigen Hin und Her und der Überdosis an verschiedenen Namen war es wirklich super. Die Spannung war immer da und als Leser wollte man immer wissen, wie es weitergeht. Daher würde ich das Buch auf jeden Fall weiterempfehlen, aber es wird leider für mich kein Highlight, wie Zitronengelb es letztes Jahr war.

Daher von mir 4 Sterne

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