ღ Love me, save me, baby ღ

Inhalt

Welches Geheimnis kann so verheerend sein, dass man dafür die große Liebe von sich stößt?
 
Leonardo Leone ist erfolgreicher Winzer, Geschäftsmann und Teil der einflussreichen Leone Familie. Er ist charismatisch, sexy und wird von den Frauen heiß begehrt. Vor eindeutigen Angeboten kann er sich kaum retten. Doch ihn interessiert nur eine Frau: Giorgia Sorrentino. Mit dieser resoluten und eigensinnigen Restaurantleiterin, kann er sich alles vorstellen.
 
Giorgia Sorrentino hat der Liebe abgeschworen und lässt keinen Zweifel daran, dass sie an einer Beziehung mit Leonardo nicht interessiert ist. Denn sie verbirgt ein gut gehütetes Geheimnis, das ihr jegliches Recht auf bedingungslose Liebe verwehrt. Dabei gibt es nichts auf der Welt, was Leonardo’s Liebe für diese Frau ins Wanken bringen könnte. Oder etwa doch?

Vielen Dank an die Autorin Ava Avery, die mir das Buch als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat. Das beeinflusst meine Meinung natürlich nicht.

Cover

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Das Cover sieht irgendwie gar nicht aus, wie ein klassisches Buchcover. Es besteht aus zwei Fotos, die aneinander gefügt sind. Der Übergang sieht aus, wie zerrissenes Papier. Irgendwie wirkt es dadurch wie eine Collage und nicht ganz wie ein Buchcover. Es ist aber sehr cool, dass mal nicht nur der nackte Oberkörper des Mannes zu sehen ist, sondern auch die Frau im Bralette. Die Farben sind durch die Sonne so einladend. Das untere Bild zeigt Weinreben. Das ist zwar nicht das erste, das mir in den Sinn kommt, wenn ich an Capri denke (das wäre eher die felsige Landschaft, die Häuser oder das Meer), aber es passt super zur Geschichte. Insgesamt finde ich das Cover passend, aber keinen totalen Hingucker.

Meine Meinung

Dieses Buch hat mir im Großen und Ganzen gut gefallen. Die Liebesgeschichte war sehr schön. Anfangs fiel es mir etwas schwer, reinzukommen. Ich hatte irgendwie das Gefühl, dass mir noch etwas Vorwissen fehlt. Das ist aber ja gar nicht so, da es ein Einzelband ist. Vielleicht lag dieses Gefühl daran, dass man quasi mitten in der Geschichte startete und Leonardo zu dem Zeitpunkt bereits in Giorgia verliebt war. Andererseits war der direkte Start aber auch erfrischend, da es kein langes Geplänkel und keine langweilige Einführung gab. Gelangweilt habe ich mich beim Lesen sowieso nie. Die Entwicklung war wirklich toll und die Liebesgeschichte sehr authentisch. Ich konnte mich aber nicht 100%ig in die Geschichte fallen lassen.

Und da kommen wir zu einem meiner größten Kritikpunkte: Dem Schreibstil. Irgendwie hat man einfach gemerkt, dass das eine fiktive Geschichte ist, die mal jemand aufgeschrieben hat. In anderen Büchern vergisst man zum Teil wirklich, dass man das gerade liest, sondern ist selbst richtig mit drin in der Geschichte. Das gelang mir hier nicht so richtig. Das lag unter anderem an einigen Wortwiederholungen, die mich genervt haben und künstlich wirken. So wurde die Nutzung des Kosenamens „Prinzessin“ von Leonardos Seite total überstrapaziert. Anfangs fand ich es noch nett, aber irgendwann hat es den Reiz dann verloren und es hätte Sinn gemacht, diesen etwas ausgewählter zu nutzen. Auch die Redewendung „mein kleiner Freund“ war für mich etwas merkwürdig. In dem Buch wurden einige Sexszenen beschrieben und die waren wirklich, wirklich heiß. Hier wurde kein Blatt vor den Mund genommen und sie waren richtig toll beschrieben. Das hat richtig Spaß gemacht. Da irritierte mich dieses kindhafte „mein kleiner Freund“ umso mehr und hat mich irgendwie stutzig gemacht. Es sind Kleinigkeiten, über die ich jedoch mehrmals stolperte und die mir den Lesefluss etwas kaputt gemacht haben.

Es gab immer wieder superschöne und spannende Szenen. Vor allem die Szene im Restaurant mit Anna und Leonardo hat mir gefallen, weil man da Giorgias Gefühle wirklich toll gefühlt hat. Ihre Eifersucht war detailliert beschrieben und das hat es dem Leser einfach gemacht, sich in sie hineinzuversetzen. An den Figuren an sich gibt es sowieso nichts zu meckern. Giorgia wurde mir am Ende nochmal richtig sympathisch und auch ihr Restaurant war eine spannende Sache, die das Buch nochmal aussagekräftiger gemacht hat. Leonardo ist eh ein absoluter Traumtyp, den wohl jeder liebt. Und auch Anna und der Rest der Familie Leone waren charakterstark und hatten alle so ihre Eigenheiten. Das war super, da man so alle gut auseinanderhalten konnte und sie alle etwas Originelles hatten.

Capri als Ort ist klasse und das Restaurant war super beschrieben, aber ich hätte gern noch mehr von der Insel gelesen. Ich hätte gern mehr vom Ort auch als Leser „erlebt“. Mir fehlten hier die Bilder im Kopf. Ich habe gehofft, dass die steinige Küste und das blaue Meer sowie die tollen idyllischen Häuser auf Capri immer wieder aufgegriffen und in die Geschichte eingebaut werden. Es gab zwar immer mal wieder Anspielungen auf Wassertaxis oder ähnliches und auch das Restaurant und das Anwesen der Leones waren gut beschrieben, aber Capri war nicht entscheidend für die Geschichte. Sie hätte auch überall sonst spielen können. Bei einem Capri-Roman würde ich persönlich aber erwarten, dass die Protagonisten verschiedene Orte auf der Insel aufsuchen und dort Erinnerungen schaffen. Die Orte sollten dann aber auch so detailliert beschrieben werden, dass man auch Bilder im Kopf hat, wenn man den Ort noch nie auf Bildern oder gar in echt gesehen hat! Und das war hier leider nicht so.

Das Ende war wunderschön. Das Geheimnis wurde endlich gelüftet. Das Hin und Her davor war manchmal etwas nervig, aber im Nachhinein total verständlich von Giorgias Seite. Der Ausgang der Geschichte hat mir super gefallen, da er auch total viel Hoffnung macht. Allerdings weiß ich nicht, was betroffene Frauen davonhalten würde, da es für sie irgendwie den Anschein machen könnte, dass das Leben erst mit diesem einen i-Tüpfelchen perfekt ist, das sie eben nicht bekommen können… Denn nicht jedem passiert so ein Wunder. Natürlich ist es toll für die Geschichte, aber ich bin unsicher, ob das für Betroffene ebenso hoffnungsmachend ist, wie für mich zum Beispiel.

Da das Leseerlebnis für mich im Großen und Ganzen wirklich schön war und die Entwicklung der Geschichte auch toll war, empfehle ich dieses Buch dennoch weiter. Für mich war es nicht 100%ig das, was ich erwartet hatte, aber dennoch ist es definitiv ein gutes Buch, das anderen Lesern sicher gefallen wird. Man sollte nur mit anderen Erwartungen rangehen: Ja, die Geschichte spielt auf Capri, aber im Zentrum sind doch eher die Figuren und von der Landschaft und Natur bekommt man nicht so viel geboten. Wer also gern eine heiße, kurzweilige Liebesgeschichte lesen möchte, ist hier richtig. Hätte ich diese Erwartung gehabt, wäre die Bewertung bei mir sicher auch anders ausgefallen. Ich habe mich aber zu keinem Zeitpunkt gelangweilt und das ist definitiv ein wichtiger Punkt. Die Kritikpunkte kann ich natürlich dennoch nicht außer Acht lassen.

Daher von mir 3,5 Sterne

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