ღ The sky in your eyes ღ

Inhalt

Islands Winternächte sind lang. Doch Elín mag die Dunkelheit. Allein am Strand, unter dem endlos weiten Sternenhimmel, kann sie fast vergessen, was ihr Ex-Freund über sie gesagt hat. Über ihren Körper. Über ihr Gewicht. Bis die Selbstzweifel wieder so laut werden, dass nicht einmal das Tosen der Wellen sie übertönen kann. Als sie bei einem Kochkurs Jón kennenlernt, ist sie deshalb mehr als verunsichert. Jón ist attraktiv, charmant und witzig – und interessiert sich für sie. Elíns Herz schlägt in seiner Nähe schneller, trotzdem erstarrt sie bei jeder Berührung. Denn wie kann sie sich noch einmal fallen lassen? Wenn der Aufprall am Boden alles zerstören würde, was von ihr übrig ist …

Danke an den Kyss Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars. Das beeinflusst jedoch nicht meine Meinung.

Autorin: Kira Mohn

336 Seiten

Taschenbuch 12,99€

Cover

Das Cover hatte mich sofort. Mein größter Traum ist eine Reise nach Island, um dort die vielfältige Landschaft und die Nordlichter zu sehen. Das Cover ist quasi der Inbegriff dessen. Ich liebe, dass es so schön leuchtet und die Schriftart sowie die Sternchen sind wunderschön. Es ist für mich perfekt.

Meine Meinung

Ich hatte mir anhand dieses Covers viel Island-Feeling erhofft und wurde in der Hinsicht ein wenig enttäuscht. Die beiden Protagonisten Elín und Jón sind zwar gemeinsam zu einem Picknick an einem der größten Wasserfälle, doch außer dem Wind hat man sonst leider nicht allzu viel „typisch Isländisches“ erfahren. Mir haben vor allem die Traditionen und das Verhalten der Isländer gefehlt. Es hätte an jedem Ort mit Strand und Wasserfall spielen können. Das fand ich so schade, weil ich wirklich gehofft hatte, dass dieses Buch eine kleine Gedankenreise nach Island ist. Das war für mich aber leider eher nicht so – die Bilder von den gewaltigen Landschaften im Kopf fehlten mir. Ich hoffe, dass man da im zweiten Band noch etwas mehr von mitbekommt, denn eine Reihe, die Island-Reihe heißt, sollte auch ordentlich viel davon an den Leser transportieren.

Jetzt habe ich aber genug gemeckert, denn dieses Buch ist zweifelsohne ein wirklich Gutes. Meine Erwartungen hinsichtlich Island wurden zwar nicht erfüllt, dafür hat es mich auf emotionaler Ebene komplett abgeholt.

Dass Elín mal ein Charakter ohne sogenannte Bikinifigur war, hat mir sehr gefallen. Es ist auch deutlich geworden, dass sie sich aufgrund der Kommentare anderer schämt, obwohl es dazu keinen Grund gibt. Ihre Vergangenheit war schlimm und ging mir sehr nah. Allerdings hat sie mir zu Beginn etwas zu oft darüber nachgedacht, dass so Dicke wie sie ja keinen guten Partner abbekommen können. Denn genau das war es ja, was sie selbst an ihrer Mutter und den Anderen gestört hat. Genau diese Aussagen hat sie nicht nur von anderen eingeredet bekommen, sondern sich selbst auch eingeredet. Das hat mich zwischendurch ein wenig gestört – auf der anderen Seite verstehe ich diese Zweifel absolut.

Der Kochkurs war mal etwas ganz Neues und sowas habe ich bisher in keinem Buch vorgefunden. Die Idee darum fand ich großartig und ich mochte Jón auch super gern. Er war von Anfang an so sympathisch, wie er es einfach nicht geschafft hat, das Gemüse zu schneiden. Er war auch im weiteren Verlauf immer aufrichtig und es war erfrischend, dass es mal eine Liebesgeschichte ohne großes Drama gab. Und doch war da jederzeit Spannung und ich war an das Buch gefesselt.

Mich hat das Buch mit der Romantik und den tiefen Einblicken ins Thema Bodyshaming überzeugt. Es gab viele Vorfälle, die man als Leserin gut nachempfinden konnte und mit vielem hat man auch gar nicht gerechnet. Deswegen mochte ich das Buch – trotz etwas zu wenig Island-Feeling – sehr.

Daher von mir 4 Sterne

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